Allerlei Technik und Geräte

Die Anforderungen im Feuerwehralltag sind vielfältig und enorm. Feuerwehr Jerichow hat sich deshalb dazu entschlossen einen guten Überblick über gängige Einsatzmaterialien zu führen. Sie dienen im Ernstfall zur Unterstützung des jeweiligen Feuerwehrmanns.

Das richtige Löschmittel

Besonderem Augenmerk muss der Verwendung des richtigen Löschmittels geschenkt werden. Denn nicht jeder Brandherd darf mit demselben Mittel bekämpft werden. Zu groß wäre das Risiko das Feuer weiter zu entfachen anstatt es einzudämmen. Das Wasser, welches die Feuerwehr häufig zur Brandbekämpfung einsetzt ist im Unterschied zu Trinkwasser mit einem speziellen Netzmittel ausgestattet. Dieses spezielle Pulver lässt das Wasser besser an der Feuerstelle haften und kann Hitzestellen deshalb wesentlich schneller binden. Durch den Einsatz spezieller Salze im Löschwasser, welcher sich häufig auch in haushaltsüblichen Handfeuerlöschern befindet, kann der Siedepunkt des Wassers enorm vergrößert werden. Dadurch ist ein effektiverer Brandlöschvorgang möglich. Spezielle Löschpulver oder auch Löschschaum hingegen wird häufig bei schweren chemischen Unfällen eingesetzt. Hier soll dafür Sorge getragen werden, dass die Flammen nicht gelöscht, sondern rasch erstickt werden. Sobald der Schaumeinsatz erste Erfolge zeichnet, wird mit Wasser der Brandherd gänzlich beseitigt.

Hoch über den Dächern und darüber hinaus

Für Feuerwehren ist es oftmals besonders wichtig, dass man Brände und andere Gefahren von größeren höhen aus bekämpfen kann. Deshalb ist ein breites Arsenal für den Feuerwehreinsatz unterlässlich. Viele Fahrzeuge von freiwilligen und auch von Berufsfeuerwehren verfügen daher über drehbare Leitern, die bis zu 20 Meter weit ausgezogen werden können. So können Löscheinsätze von oben herab erfolgen, was ein effizienteres Arbeiten garantiert. Zudem sind es oftmals scheue Tiere wie ängstliche Hunde und Katzen, die sich etwa auf Bäume oder Hausdächern verlaufen haben und sich nicht mehr von dort herunter trauen. Geschultes Fachpersonal der Feuerwehr kann dann rasch unter Zuhilfenahme einer Leiter das bedrohte Tier retten und bergen. Am wichtigsten ist die Leiter jedoch bei der Rettung von eingeschlossenen Personen in Brandhäusern. Oftmals ist eine Rettung nur noch über Fenster möglich und eine rasche Positionierung einer Leiter davor demnach unumgänglich.

Jederzeit durchatmen

Die austretenden Stickstoffe bei Bränden können für die Einsatzkräfte eine enorme Belastung oder gar Gefahr darstellen. Durch den auftretenden Rauch wird die Arbeit wahnsinnig erschwert. Abhilfe hierfür tragen spezielle Atemschutzmasken. Diese sind mit Kohlestofffilter versehen und unterstützen die Feuerwehrleute bei der Atmung im Einsatzgebiet. Vor einem jeden Einsatz muss die Feuerwehrfrau bzw. der Feuerwehrmann sein persönliches Atemschutzgerät deshalb intensiv auf dessen Tauglichkeit hin überprüfen. Eine Wartung findet im zweiwöchentlichen Rhythmus statt und ist für alle Mitglieder vorgesehen.